Unter einem Bremsbelag versteht man bei Kraftfahrzeugen einen Werkstoff, der mittels Reibung an einer Graugußtrommel/-scheibe die Bewegungsenergie in Wärme umwandeln soll.
Der weit verbreitete Begriff Bremsklotz bezeichnet die Bremsbeläge auch außerhalb des Kraftfahrzeug-Sektors, so z. B. beim Fahrrad, Eisenbahn usw. Bei Scheibenbremsen ist der Werkstoff auf den Träger geklebt, bei Trommelbremsen wird er auf die Bremsbacke aufgeklebt oder genietet.
Die heute üblichen Bremsbeläge bestehen
teilweise aus organischen Stoffen (eine Mixtur aus Metallen, Füllstoffen, Gleitmitteln und Kunststoffen) oder aus
Sintermetallbelägen für hohe Belastungen.
Der Bremsbelag sollte:
eine möglichst gleichbleibende Reibungszahl aufweisen (Bremsfading durch Überhitzung)
temperaturbeständig (bis 800°C) um dem "Verglasen" vorzubeugen und
mechanisch belastbar sein.
Neue Bremsbeläge entfalten ihre volle Bremswirkung erst nach einer gewissen Einfahrzeit. Während dieser Phase gleicht sich die Belagoberfläche an die Oberfläche der Scheibe/Trommel an, bis sich ein gleichmäßiges Tragbild entwickelt. Innerhalb dieser Phase verändert sich auch das Material an der Kontaktfläche zur Scheibe/Trommel. Es bildet sich Reibkohle. Erst danach wird die optimale Verbindung der Reibpaarung (Bremsbelag/Scheibe, Trommelbelag/Trommel) und somit beim Bremsen die maximale Verzögerung erreicht.