Karosserie

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Das Wort Karosserie kommt aus dem Französischen. Das Wort Karosse wurde bereits bei Kutschen verwendet. Der Begriff findet auch heute noch im Bereich der Automobilindustrie Verwendung.

Als Karosserie bezeichnet man den Aufbau eines Kraftfahrzeuges. Daher wird die Karosserie in der Fachsprache auch Aufbau genannt.

Unabhängig von den Karosseriebauformen unterscheidet man grundsätzlich drei Arten von Karosserien:

Nicht selbsttragende Karosserie
Die nicht selbsttragende Karosserie, war die ursprüngliche Art, PKW zu bauen. Diese Bauart ist heute nur noch für LKW üblich.

Die nicht selbsttragende Karosserie wird auf einen Rahmen oder auch Chassis aufgesetzt. Die gesamte Belastung, die beim Fahren auftritt, übernimmt das Fahrgestell. Die Karosserie, ursprünglich auch aus Holz hergestellt, bildet nur eine Außenhaut als Schutz der Insassen oder der Güter, die transportiert werden. Erst später wurde Metallblech verwendet.

Karosserien werden aber nicht nur aus Stahlblech, sondern auch aus Aluminium oder Kunststoff hergestellt. Bereits Henry Ford experimentierte mit Kunststoffen aus Hanf. Für seine Kunststoffkarosserie war auch der Trabant berühmt. Auch sportlichere Fahrzeuge benutzen einem Gitterrohrrahmen und nehmen dabei Einschränkungen in der Auslegung zugunsten geringsten Gewichtes und höchster Festigkeit in Kauf und benutzen eine Kunststoffkarosserie, was auch im Tourenwagensport üblich ist.

Kunststoffkarosserie
Eine Sonderform des Karosseriebaues stellt die Kunststoffkarosserie dar. Das erste Auto mit Kunststoffkarosserie, das in Serie produziert wurde, war die Chevrolet Corvette. Der Trabant aus der DDR besaß ebenfalls eine Kunststoffkarosserie aus einem Phenolharz-Baumwoll-Kunststoff (Duroplast) und wurde in Großserie gefertigt. Heutzutage werden oft Solarautos und Energiesparautos mit einer Kunststoffkarosserie gebaut, um das Gewicht zu verringern. Kunststoff hat den Vorteil, nicht zu korrodieren und kann auch aus nachwachsenden Rohstoffen wie Pflanzenöl hergestellt werden. Das Herstellen einer solchen Karosserie ist besonders für kleine und mittlere Serien geeignet, da man sie auch handwerklich herstellen kann.

Durch die Weiterentwicklung in der Blechverarbeitung und durch notwendige Gewichtsreduktion im Fahrzeugbau entwickelte sich die

Selbsttragende Karosserie
Bei dieser Konstruktionsart gibt es kein Chassis mehr. Alle Teile, die ursprünglich am Rahmen befestigt waren, sind in diesem Fall direkt zu einer Karosserie in Schalenbauweise zusammengefügt. Die Steifigkeit wird durch die kompakte Blechhaut und hohle Blechquerschnitte mit möglichst großem Querschnitt (z.B. Schweller) und somit Widerstandsmoment erreicht. Zahlreiche Sicken erhöhen die Steifigkeit und die Vermeidung von Eigenschwingungsfrequenzen (Dröhnen) zusätzlich. Die Karosserie ist meist ein verschweißtes Teil mit integrierten Befestigungspunkten für die Einzelteile, wie Türen, Kotflügel, Seitenwände etc.

Schwierig ist die Konstruktion eines Cabriolets, da in diesem Fall die Karosserie nicht rundherum geschlossen ist und daher ganz andere Versteifungen eingebaut werden müssen.

Wenn man heute davon spricht, dass nach einem Verkehrsunfall das Fahrgestell verzogen ist, so ist das eigentlich falsch, denn es sind dann vielmehr Teile der Karosserie verzogen. In erster Linie wird die Knautschzone verzogen, um die Fahrgastkabine zu schützen.

Der Opel Olympia von 1935 war der erste deutsche Serienwagen mit selbst tragender Ganzstahlkarosserie.

Skelett-Karosserie
Der neueste Karossen-Aufbau basiert auf einem Skelett (bzw. Rahmen), das die tragende Funktion übernimmt. An dieses Skelett werden die Innen- und Aussenteile der Karosse befestigt, die damit keine "tragende" Funktion mehr haben, aber natürlich stabiliserend wirken (z.B. im Falle eines Unfalls; siehe auch Crashtest). Dadurch können in der Zukunft neue Materialien, Teile und Technologien im Karosseriebau verwendet werden. Außerdem verspricht man sich dadurch Gewichtseinsparungen, neue Designmöglichkeiten und technische Verbesserungen. Ein Beispiel dafür stellt der sogenannte Aluminium Space Frame dar. Dabei wird eine selbsttragende Rahmenstruktur aus geformten tragenden Teilen hergestellt (z.B. Tiefziehteile oder Strangpreßprofile), die über Knotenteile (bei Audi: Al-Gußlegierung) verbunden sind. An sie werden dann die Karosserie-Außenhautteile sowie Türen und Klappen befestigt. Zum Beispiel benutzen das der Audi A8 und der Audi A2 sowie der BMW Z8. Neuartige Konzepte zeigen das Space Frame Konzept auch aus Stahl. Beispiel: NSB von ThyssenKrupp.

(Hier finden Sie weitere Informationen zu Bremsscheibe, Filter, Abgasanlage und Stoßdämpfer sowie eine KFZ-Hersteller / Modellübersicht.)

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Karosserie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.



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